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Welches Werkzeug braucht man neben einem Kreuzlinienlaser beim Fliesen der Wand?

Kreuzlinienlaser ermöglichen es sehr genau die Wand zu fliesen, denn sie schaffen eine gerade Linie, an welcher man sich orientieren kann. Doch stellt sich besonders für viele Heimwerker die Frage, ist dass wirklich alles, was man benötigt? Welche Werkezeuge werden noch gebraucht, damit das sich das Ergebnis am Ende in einem professionellen Stil sehen lassen kann?

Wasserwaage immer mit dabei

Auch wenn mit einem Kreuzlinienlaser gearbeitet wird, ist auch bei professionellen Handwerkern die Wasserwaage immer mit dabei. Dies hat mehrere Gründe. Zum einen kann nie vollständig garantiert werden, dass die Wand auf ebener Fläche auch glatt ist.

Sind hier Huckel vorhanden, die zu Dellen führen, dann kann es geschehen, dass die Fliesen trotz aber Messungen mit dem Kreuzlinienlaser wieder aus dem Lot geraten. Hier muss zwangsläufig noch mit einer Wasserwaage nachgemessen werden, ob wirklich alle Fliesen weiterhin die Waage halten.

Auch bei Abschluss der obersten Fliesenkannte, muss genauer hingeschaut werden. Hier kann es ebenfalls zu Abweichungen kommen, denn der Laser alleine garantiert nicht, dass alle abstände zwischen den Fugen auch korrekt gehalten wurde. Daher gilt auch an diesem für jeden, genau nachmessen.

Abstände der Fugen

Wie bereits erwähnt, sind die Fugen ein kritischer Punkt beim Fliesen. Hier müssen genaue Abstände eingehalten werden. Geraten diese aus dem Lot, etwa wegen unebener Fläche, dann auch der gesamte Fliesenspiegel seine Ausrichtung verlieren.

Allein der Laser kann es nicht Leisten hier alles in der Waage zu halten, wenn die Fugen zudem noch gut aussehen sollen. Daher bedarf es als weiterer Hilfsmittel auch noch der obligatorischen Fliesenkreuze.

Diese gibt es in Ausführungen, die entweder an der Wand belassen werden können, oder die nach dem einhalten des Abstandes wieder entfernt werden. Letzteres ist dabei meist die bessere Wahl, denn Flachkreuze die in den Fugen verbleiben, stellen einen Angriffspunkt für Feuchtigkeit dar und sie können Luft einschließen.

Ein alter Bekannter

Als Letztes darf natürlich auch der alte und bewährte Zollstock nicht fehlen. Mit diesem sind die Messungen mittels eines Kreuzlinienlasers überhaupt erst möglich, sodass er zum Standardrepertoire aller Fliesenleger gehört. Zudem können die Fliesen gemessen und dann in die richtige Länge geschnitten werden.

Der Zollstock dient aber auch dazu, dass die Ausrichtung bewahrt wird. So können mit ihm immer wieder probeweise die Abstände zwischen den Fugen überprüft werden. Sollten diese sich plötzlich zu weit öffnen, kann hier eventuell noch korrigiert werden.

Dabei ist der Zollstock auch beim Anbringen von Installationen erforderlich, denn trotz des Lasers muss die Entfernung von einem Bezugspunkt aus, noch per Hand gemessen werden.

Kein Übermut

Niemand sollte glauben, dass man allein durch einen Kreuzlinienlaser zum Fliesenleger werden kann. Er ist eine vortreffliche Unterstützung bei der Arbeit, entbindet einen aber nicht davon auch die mathematischen Grundlagen für Messungen zu kennen.

Der Laser ist keine Maschine, die automatisch für die Einhaltung aller Ebenen und Gerade garantiert. Daher ist die Handarbeit ein Erfordernis, das auch in diesem Punkt nicht aus der Welt geschafft werden kann.

Übrigens sollte auch immer noch ein einfaches Lot dabei sein, denn trotz Wasserwaage und Laser ist es manchmal erforderlich, dass Installationen der Länge nach ausgerichtet werden. Daher kann es nicht schaden, den Verlauf dieser nochmals mittels dieses uralten Werkzeuges zu überprüfen.