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Wie man Rotationslaser testen sollte

Rotationslaser haben sich vor allem auf Baustellen unentbehrlich gemacht. Hier werden sie für viele Ausrichtungsarbeiten verwendet, wobei es dabei mehr oder weniger auf die Präzision ankommt. Doch auch im privaten Bereich bieten sie durchaus einige Vorteile, die so manche Arbeit erleichtern.

Allerdings sollte man sich ohne einen ausgiebigen Vergleich nicht einfach auf den Kauf eines solches Gerätes einlassen, denn es kommt auf verschiedene Kriterien an, die berücksichtigt werden müssen.

Modelltypen bei Rotationslasern

An erster Stelle sollte festgehalten werden, dass es nicht den einen Rotationslaser gibt. Die Geräte lassen sich im Grunde in drei hauptsächliche Kategorien einteilen, wobei bei genauer Betrachtung noch unzählige Unterkategorien geschaffen werden können, die abhängig von den jeweiligen Eigenschaften sind.

Grundsätzlich kann unterschieden werden zwischen Rotationslaser für den Bau und Lasern die für den Anlagen- und Maschinenbau zum Einsatz kommen. Innerhalb dieser Einteilung kann wiederum zwischen normalen Rotationslasern und 360 Grad Lasern unterteilt werden.

Rotationslaser für den Bau sind Modelle, die mit einer Genauigkeit von bis zu 1 Millimeter auf eine Entfernung von 100 Metern arbeiten. Hierzu verfügen diese Systeme über eine automatische Nivellierung und Neigungskompensatoren, damit die Ausrichtung mit einem Höchstmaß an Präzision erfolgen kann.

Hinzu kommen Stabilisierungsmechanismen und Schwingungsdämpfer, die für einen Ausgleich der Vibrationen sorgen. Spezielle Optiken gleichen dabei die Verzerrungen die durch Luftfeuchtigkeit und andere Umwelteinflüsse entstehen aus.

Rotationslaser für den Maschinen- und Anlagenbau erreichen eine Genauigkeit von bis 0,1 bis 0,001 Millimeter. Sie sind zusätzlich mit sogenannten Feinhorizontierungsmechanismen versehen.

Diese kommen zum Teil auch bei normalen Lasern vor, wobei sie hier hauptsächlich im Bereich der 360 Grad Laser eingesetzt werden. Die Systeme können minimale Abweichungen erfassen und diese selbstständig ausgleichen.

360 Grad Laser erfüllen in beiden Bereichen die gleiche Funktion. Allerdings erzeugen sie einem 360 Grad Radius, sodass ein künstlicher Horizont in allen Richtungen entsteht. Auf diese Weise können gleich mehrere Messungen auf einmal durchgeführt werden.

Alle Laser sind dabei dafür gedacht, die Höhe eines Objektes genau zu erfassen, um somit die Ausrichtung anderer Elemente auf die gleiche Ebene zu ermöglichen.

Ein Vergleich schafft Klarheit

Der Markt für Rotationslaser ist nicht ganz so überfüllt wie in anderen Sektoren. Allerdings sind die Angebote doch recht vielfältig, sodass es besonders für Laien schwierig ist, sich hier zurechtzufinden.

Daher kann ein Vergleich durchaus Vorteile bieten, denn so erhält der Heimwerker eine Übersicht, was bei einem solchen Gerät wirklich wichtig ist und vor allem wie die verschiedenen Preisniveaus zustande kommen.

Allerdings gibt es sowohl gute als auch schlechte Vergleiche. Ein guter Vergleich erfasst alle wesentlichen Inhalte und trägt diese in übersichtlicher Art und Weise zusammen. Somit muss der Interessent nicht lange suchen, um die für ihn erforderlichen Informationen zu finden.

Die wichtigsten Kriterien

Ein individueller Test kann dabei in verschiedene Kriterien eingeteilt werden, nach denen die Rotationslaser bewertet werden. Dabei müssen bei einem Rotationslaser Test alle Variablen verständlich sein, denn nur dann kann eine fundierte Entscheidung getroffen werden.

Daher sollen nun die wichtigsten Testkriterien in einer Übersicht erfasst und anschließend erklärt werden.

Die Kriterien für einen Rotationslaser Test

  • Der Modell-Typ
  • Hersteller
  • Gewichtsangaben
  • Batterie/Akku
  • Laserfarbe
  • Größe und Länge
  • Der Preis und die Leistung
  • Umfang der Lieferung

Die wesentlichen Punkte für einen Rotationslaser Test sind hier von oben nach unten der Wichtigkeit nach geordnet. Dies bedeutet, dass die obersten Kriterien schwerer zu bewerten sind, als jene, die weiter unten zu finden sind.

Es sollte aber bedacht werden, dass sich Rotationslaser und 360 Grad Laser nur in bestimmten Punkten miteinander Vergleichen lassen. Dies liegt daran, dass die Funktionsweise beider Modelle sich in dem Sinne unterscheidet, dass ein normaler Laser nur in eine Richtung arbeitet, während ein 360 Grad Laser die gesamte umgebende Fläche angeht.

Hierdurch ergeben sich Abweichung in der Messgenauigkeit und Justierung, die vom jeweiligen Modell auf unterschiedliche Art ausgeglichen werden müssen.

Der Typ

Im persönlichen Rotationslaser Test kommt es in erster Linie auf den Typ des Gerätes an. Ein 360 Grad Laser kann zum Beispiel nur marginal mit einem normalen Laser verglichen werden. Der Grund liegt darin, dass die Ausrichtung eines 360 Grad Lasers wesentlich komplexer ist, als bei einem Standardmodell. Allerdings können hier sehr wohl spezifische Eigenschaften in Relation zu einander gestellt werden.

Da alle Systeme über eine Neigungskompensation verfügen, kann hier zum Beispiel die Genauigkeit dieser mit allen anderen Modellen verglichen werden. Auch die automatische Nivellierung – also die exakte Ausrichtung auf den Verlauf der Gravitation – ist ein Kriterium dass bei fast jedem dieser Laser vorhanden ist.

Dennoch muss eine Abgrenzung zwischen den verschiedenen Typen erfolgen, denn Laser für den Maschinenbau und Laser für den Bau, sind jeweils für andere Einsatzgebiete konzipiert worden.

Hier bietet es sich in einem Vergleich an, die wesentlichen Eigenschaften der Modelle herauszuarbeiten und diese gegenüberzustellen. Auf diese Weise kann man schnell selbst entscheiden, welcher Typ die bessere Wahl ist.

Dabei ist es wichtig, das Einsatzgebiet so weit wie möglich zu skizzieren, denn nur so können fundierte Entscheidungen getroffen werden. Auch der Grad und die Genauigkeit der Selbsthorizontierung sind gute Vergleichsparameter.

Je genauer diese ausfällt, umso geringer sind die Abweichungen auf eine entsprechend festgelegte Distanz. Zudem sollten wir an dieser Stelle auch Ausgleichfunktionen für den Lichtbrechungsindex erwähnen, der vor allem durch Veränderungen der Temperatur, der Luftfeuchtigkeit und des Druckes zustande kommt.

Geräte für den Maschinenbau sind hier deutlich weniger davon betroffen, denn in den meisten Fällen werden sie im Innenbereich eingesetzt. Nicht fehlen darf auch die Erwähnung der Tatsache, dass es sich bei vielen Modellen um Profigeräte handelt, die so im Heimwerkereinsatz eigentlich nicht vorkommen.

Der Hersteller

Der Hersteller spielt bei Rotationslasern in sofern eine Rolle, dass von einem Produzenten oft mehrere Modelle in verschiedenen Preisklassen gefertigt werden. Diese unterscheiden sich dann durch den Umfang an Funktionen oder die Genauigkeit auf eine vorgegebene Entfernung.

Anders als bei anderen Lasersystemen müssen hier kostengünstige Modelle aber nicht unbedingt schlecht sein. Vielmehr hängen sich die Details an Justierungen und dem Grad der Nivellierung auf, durch den größere oder geringe Abweichungen erreicht werden können.

Klar gesagt werden muss, dass ein direkter Vergleich zwischen Baulasern und Lasern für den Maschinenbau nicht wirklich möglich ist. Da Letztere eine Genauigkeit von unter einem Millimeter erreichen müssen, sind sie entweder nur in der Oberklasse oder aber als Sonderanfertigung im Auftrage des Kunden zu erwerben.

Modelle für den heimischen Einsatz liegen hier eher in der Mittelklasse, denn bei diesen Versionen ist ein hervorragendes Verhältnis zwischen der Genauigkeit und der Entfernung gegeben.

Das Artikelgewicht

Das Artikelgewicht ist bei den meisten Rotationslasern eher zu vernachlässigen. In der Regel werden diese auf einem Stativ aufgestellt, sodass dass Gewicht nur für den Transport eine bedeutende Rolle spielt.

Sollte der Laser allerdings mittels eine Magnethalterung befestigt werden, muss hier dennoch auf diesem Wert eingegangen werden und daher darf dieser in einer umfassenden Betrachtung auch in keinem Fall fehlen.

Ein Laser sollte hier nicht mehr als 600 Gramm wiegen, wenn eine ordentliche Befestigung auch mittels Magnet erfolgen soll. Zudem vereinfacht ein solcher Wert deutlich den Transport. Viele Geräte für den Heimeinsatz sind zudem noch sehr handlich gestaltet, sodass sie auch leicht in einem Rucksack verstaut werden können.

Das Gewicht ist auch dann von Bedeutung, wenn es um die Aufstellung der Systeme geht. Besonders bei lockeren Untergrund dürfen die Modelle nicht einsinken, da dies ansonsten die Genauigkeit beeinflussen könnte.

Die Justierungssysteme und die automatische Nivellierung können in der Regel ein plötzliches Einsinken nicht ausgleichen, da sie auf eine solche Bewegung nicht ausgelegt sind. Daher können grob falsche Messergebnisse im Raum stehen.

Ein geringes Gewicht, gepaart mit einem Stativ welches durch spezielle Füße das Einsinken verhindert, können dem effektiv vorbeugen. Daher müssen diese Fakten unbedingt bedacht werden.

Die Stromversorgung

Bei Rotationslasern kann die Stromversorgung sowohl über Akku und Batterie, als auch über Netzkabel erfolgen. Dabei hängt es natürlich von der Art des Einsatzes ab, welche dieser Varianten sich am besten eignet. Im Freien werden vor allem Akku-Modelle genutzt.

Diese schaffen eine große Flexibilität und erlauben es auch in abgelegenen Regionen, den Laser zum Einsatz zu bringen. Allerdings wird auf Baustellen auch immer wieder auf den Netzanschluss gesetzt, besonders dann, wenn Dauermessungen im Raum stehen, die über mehrere Stunden laufen.

Hier könnte das Versagen des Akkus zu einem Verlust der Justierung führen, sodass eine spätere Neueinmessung erforderlich wäre. Diese kann, je nach Umgebung, sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. Bei Systemen, die mittels Magnet befestigt werden, kommen sehr oft Akkus zum Tragen. Auf hier lässt sich ein Netzanschluss nicht in jedem Realisieren.

Allerdings sollte immer auf die Laufzeit des Akkus geachtet werden. Gute Modelle erreichen hier Werte von bis zu 6 Stunden oder mehr. In der Mittelklasse schaffen viele Geräte auch 4 Stunden. Alles unter einer Stunde Betriebszeit ist nicht akzeptabel, denn hier lassen sich keine umfassenden Arbeiten ausführen.

Bei einem Netzanschluss sollte darauf geachtet werden, ob die Geräte über einen Charger verfügen, der es erlaubt, dass der Akku im System belassen werden kann. Ist dies nicht der Fall, kann der Akku ab einem bestimmten Punkt den dauerhaften Stromfluss schaden nehmen.

Die Farbe des Lasers

Anders als bei anderen Lasern, spielt bei einem Rotationslaser die Farbe des Lasers nur eine ungeordnete Rolle. Die meisten Modelle arbeiten im nicht sichtbaren Bereich, sodass hier eine fotoelektrische Einheit verwendet wird, um die Eichung des Lasers zu erreichen. Diese registriert den Laserstrahl, wenn die Ebene exakt den Sensor erreicht.

Zwar gibt es hier auch optische Modelle, allerdings ist es bei diesen nur erforderlich, dass der Punkt des Lasers auf der Nivellierscheibe erkannt wird. Hierbei kann sowohl rotes als auch blaues und grünes Licht zum Einsatz kommen. Lediglich gelb bietet sich nicht an, da dieses sehr nah am Spektrum des Sonnenlichtes liegt. Bei sehr starker Einstrahlung wird der Punkt des Lasers somit vollständig überlagert.

Daher sollte in einem entsprechenden Vergleich, eher die Empfindlichkeit der fotoelektrischen Einheit betrachtet werden.

Besonders bei 360 Grad Lasern ist dies von Bedeutung, denn sie arbeiten ausnahmslos im nicht sichtbaren Bereich, sodass man sich hier auf eine entsprechende Empfindlichkeit des Empfängers verlassen können muss.

Die Maße

Die Maße eines solchen Lasers spielen vor allem für den Transport eine Rolle. Der Vorteil besteht hier klar darin, dass viele Modelle nicht größer sind als eine kleine Box. Lediglich Varianten die beim Maschinenbau eingesetzt werden, kommen auf etwas höhere Werte, was aber darin begründet ist, dass die Technik zur Justierung deutlich umfangreicher ausfällt.

Daher sollte der Transport der Geräte auch in einer kleinen Tasche kein Problem darstellen.

Allerdings darf nicht unerwähnt bleiben, dass die Stative meist deutlich schwerer und sperriger ausfallen als bei anderen Lasermodellen.

Dies liegt darin begründet, dass auch in ihnen entsprechende Technik integriert ist. Hier befinden sich häufig die Neigungskompensatoren, sodass mit einem etwas höheren Gewicht und deutlich breiteren Stativköpfen gerechnet werden muss.

Das Preis/Leistungsverhältnis

Das Preis/Leistungsverhältnis ergibt sich aus dem Wert der Genauigkeit der Messung gepaart mit den unterschiedlichen Funktionen, die im Laser vorhanden sind. Je mehr Möglichkeiten sich beim Rotationslaser ergeben, desto teurer werden in der Regel die Geräte. Daher liegt es hier beim Kunden, selbst zu entscheiden, was er eigentlich benötigt.

Wer lediglich in seiner Wohnung Messungen durchführen will, der kann auf Schwingungsdämpfer und komplexe Nivellierungsmechanik verzichten.

Selbst Modelle aus dem unteren Preissegment erfüllen hier schon die Anforderungen, wobei diese bis auf eine Reichweite von 25 Metern sehr exakte Werte mit einer Abweichung von weniger als 0,5 Millimetern liefern. Für den Heimgebrauch ist dies völlig ausreichend und zulässig.

Sollte ein Laser allerdings 250 Euro kosten und auf eine Entfernung von 100 Metern nur eine Genauigkeit von 2 Zentimetern erreichen, dann handelt es sich um eine sehr schlechte Qualität. Zudem sollten die meisten Modelle über eine Fernbedienung verfügen, mit denen sich die Ausrichtung beeinflussen lässt.

Diese findet man vor allem beginnend mit der mittleren Preisklasse, wenngleich aber auch einige Systeme aus der unteren Preisklasse hier entsprechende Funktionen bieten.

In einem guten Verhältnis von Preis zur Leistung steht ein System dann, wenn die Genauigkeit einen hohen Wert erreicht, dafür eventuelle Zusatzfunktionen wie ein Monitor zur Ansicht der Daten und zur Berechnung, aber nur in einem geringeren Maße vorhanden sind.

In keinem Fall dürfen Geräte mit einfachsten Funktionen für einen Preis verkauft werden, für den eine vollständige Messstation erhalten werden kann. Sollte ein Laser für einen Preis von 200 Euro also nur Grundfunktionen bieten, ist auf den Kauf zu verzichten.

Der Lieferumfang

Der Lieferumfang ist eine wirklich subjektive Angelegenheit. Da aber die meisten Rotationslaser eher auf einem Stativ betrieben werden, sollte dies nicht fehlen. Zudem darf auch die passende Fernbedienung nicht außen vor sein, denn manche Hersteller offerieren den Kauf nur als optionales System, was aber die Funktion des Gerätes deutlich einschränkt.

Mit Dabei muss auch die fotoelektrische Einheit sein, denn in vielen Fällen lässt sich der Laser – da nicht sichtbar – ansonsten nicht detektieren. Für Laser die im sichtbaren Bereich arbeiten, muss eine passende Nivellierscheibe gleich im Paket vorhanden sein, da der Rotationslaser ansonsten ebenfalls unnütz ist, wenn nicht andere Möglichkeiten zur Messung zur Verfügung stehen.

Wer weitere zusätzliche Features im Lieferumfang findet, der hat Glück, denn viele Hersteller beschränken sich in diesem Segment wirklich auf das wesentliche.

Abschlussbetrachtung

Anhand all dieser Fakten kann in einem Rotationslaser Test dann der Testsieger gekürt werden. Dieser Testsieger ergibt sich durch eine fundierte Gegenüberstellung aller Fakten der einzelnen Modelle.

Am Ende kann nur so und im persönlichen Rotationslaser Test ein Fazit gezogen werden, dass eine wirklich objektive Entscheidung erlaubt.

Hinweis:
Alle auf dieser Webseite durchgeführten Tests verstehen sich als Zusammenfassung bereits bestehender Tests, Erfahrungsberichte und Bewertungen aus dem Internet. Wir haben die durch uns ausgestellten und bewerteten Produkte nicht persönlich getestet. Es handelt sich nicht um persönliche Wertung. Es handelt sich lediglich um eine objektive Zusammenfassung bestehender Berichte.